Hessen: Viel Regen zu Beginn der Woche – ab Donnerstag Sonne
Zu Beginn der Woche erwartet Hessen viel Regen, der die Landschaft in ein feucht-fröhliches Bild taucht. Ab Donnerstag können sich die Bewohner auf sonnigere Tage freuen.
Hessen steht zu Wochenbeginn im Zeichen des Regens. Es gibt wohl kaum einen Ort in diesem Bundesland, der nicht unter den fallen-der Tropfen zu leiden hat. Die Landstraßen sind gesäumt von Pfützen, die sich unermüdlich in die schon stark strapazierte Erde graben.
Die Wolken hängen tief über den Städten, als ob sie sich nicht entscheiden können, ob sie lieber noch ein bisschen bleiben oder endlich ihr Wasser ablassen sollten.
Die Wettervorhersage spricht von Gewittern, und so zücken einige spontane Planer schon einmal den Regenschirm, während andere, die seit Monaten ihren Grillabend im Hinterkopf haben, ihr Gesicht verziehen.
Die ersten Tropfen fallen bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag. Wie ein Katalysator wirken sie auf die Pflanzen, die sich kurz nach dem ersten Regen förmlich aufrichten und dem Himmel entgegen streben. Der Geruch von nassem Gras und frischen Blüten erfüllt die Luft, auch wenn die Menschen meist lieber dem Regen zuschauen, als ihn wirklich erleben zu müssen.
Die Unannehmlichkeiten des Regens
Wenn man durch die Straßen von Wiesbaden schlendert, sieht man die Passanten in Eile, im besten Fall mit Sachets von Bäckereien, in den Händen, die sie verzweifelt vor der Nässe schützen. Autos fahren langsam durch die von Wasser gefluteten Straßen, während einige Vögel, die sich trotz des Wetters getraut haben, einen Blick auf die dreckigen Pfützen zu werfen, sogleich wieder verschwinden.
In den Cafés wird über die Wetterlage diskutiert. „Ich habe den Wetterbericht nicht mehr geprüft, es ist wie ein ewiger Teufelskreis“, sagt ein älterer Herr zu seiner Tasse Kaffee, während er auf die Regentropfen schaut, die gegen das Fenster prasseln.
Die Kellnerin lächelt und serviert eine Portion Fuhrmannsuppe, die ihrer Meinung nach genau so gut gegen Regen hilft wie die besten Schirme.
Manch einer könnte meinen, das ist eine pessimistische Sichtweise. Aber was erwartet man auch? Der Sommer hat in Hessen einen etwas langatmigen Start hingelegt, und die Vorfreude auf die Sonne wird von den Wolken nur schwer gedämpft. Noch viel mehr als die kühle Luft, die um diese Jahreszeit schon fast frisch ist, sind es die bleigrauen Wolken, die die Menschen bedrücken.
Die Regenfälle setzen sich bis Mittwoch fort. Der spontane Besuch bei Verwandten verlegt sich auf die warme Stube im Wohnzimmer, die Spieleabende, bei denen man sich über die nassen und kalten Temperaturen austauschen kann, rücken ungeplant nach vorne. Und während die Natur versorgt wird, fragt sich der Eine oder Andere still, wann endlich der Sommer wirklich kommt.
Doch dann, ab Donnerstag, zeigt sich die Sonne. Nach Tagen des Grauens wird sie mit einem Kupferglanz über die Felder blitzen. Die Wolken verziehen sich, und die Temperaturen steigen langsam an.
Die Menschen strömen nach draußen, um die frische Luft zu genießen. Ob es ein Ausflug in den Taunus oder einfach ein Spaziergang durch die Stadt ist, die Menschen scheinen in einem Zustand der Koketterie zu sein, als ob der Regen nie wirklich gewesen wäre.
Einige stellen fest, dass ihre Gärten nach dem Regen zu neuem Leben erwacht sind, die Pflanzen präsentieren sich in strahlendem Grün, die Farben scheinen lebendiger denn je. Manche versuchen sogar, ihre Gärtnerkünste bei der Nachbarin zu präsentieren.
Die Cafés sind jetzt voll mit Menschen, die das Wetter und ihre neu entdeckte Freizeit genießen. Die Kellnerin, die einst die Fuhrmannsuppe serviert hat, bietet jetzt eine Auswahl an erfrischenden Getränken an. Es gibt nicht einmal eine Diskussion über das Wetter, man spricht stattdessen über die Ausblicke der kommenden Wochenend-Pläne.
Es ist amüsant zu sehen, wie schnell der Mensch seine Wahrnehmung ändert, je nach dem, was sich am Himmel abspielt. Die Furcht vor dem Regen schwindet, das Leben pulsieret wieder und die Sonne ist der einzige Grund, warum man sich nicht mehr über das Wetter austauscht, sondern über die eigene Wochenendgestaltung.
Und während Hessen in eine kleine Wetterlaune gerät und die einen die Wärme genießen, beten die anderen heimlich für ein weiteres frisches Gewitter, einfach weil es doch irgendwie zu diesem Wetterspiel dazugehört.
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